IBA Summerschool 2017

Morgens „Breakfast-lectures“, tagsüber Workshops für Studentinnen und Studenten und abends Afterwork-get-together. Alles unter dem großen Thema der Internationalen Bauausstellung in der Stadtregion Stuttgart im Jahr 2027. Das ist die IBA Summerschool 2017. Eine Woche, in der Studentinnen und Studenten von sechs Architekturfakultäten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und doch gemeinsam daran arbeiten, neue Möglichkeitsräume für Stuttgart und die Region auszuloten.

Vor den Workshops für die Studentinnen und Studenten ist die Öffentlichkeit eingeladen an den „Breakfast-lectures“ teilzunehmen und sich abends beim Afterwork-get-together munteren Diskussionen hinzugeben.

Zum Programm:
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Spielhölle Marienplatz

„All in!“ heißt es seit gestern Abend im THE EUROPEAN HOUSE OF GAMBLING – EIN CASINO FÜR ALLE auf dem Marienplatz. Das Theater Rampe verwandelt den Platz noch bis Sonntag jeden Abend in eine Spielhölle vom Allerfeinsten.

Interaktiv geht es zu, aber das versteht sich wohl von selbst! Jetzt heißt es alles oder nichts und den StadtRaum Leben – live und in Farbe…
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Bellevue di Monaco – goldene Aussichten mitten in München

Prägnant ist es, das 5-geschossige Wohnhaus an der Kreuzung Müllerstraße-/ Corneliusstraße. Im Rücken – 200 Meter weiter – der Viktualienmarkt, beinahe vor der Haustür der Gärtnerplatz. Wie ein hässliches, graues Entlein steht es da zwischen den fancy Filetstücken der Boomtown München. Es ist das erste von 3 Wohnhäusern, das – getragen von der Genossenschaft Bellevue di Monaco – generalsaniert wird. Ursprünglich sollte es abgerissen werden und einem Neubau weichen. Ein Neubau hätte laut Bellevue di Monaco rund 7 Millionen Euro gekostet. Viel Geld, das nicht zwingend nötig ist, denn die Müllerstraße 6 mag zwar augenscheinlich nicht so tiptop da stehen, aber eigentlich ist sie gar nicht so „unrenovierbar“.  Deshalb übernehmen im Frühjahr 2013 die Stadtaffen Dieter Hildebrandt, Mehmet Scholl, Sportfreunde Stiller, Luise Kinseher, Marcus H. Rosenmüller, Gerd Baumann, Fiva, Moop Mama, Blumentopf, Dieter Hanitzsch und die Goldgrund Family die kurzfristige Renovierung des Wohnhauses und schaffen es, den Abriss zu verhinden. Diese Guerilla-Aktion soll zeigen, dass auch mit wenig Geld lebenswerter Wohnraum erhalten und die voranschreitende Gentrifizierung verhindert werden kann. Ein provisorischer Treffpunkt ist entstanden, der bereits nach kurzer Zeit gut besucht ist und bei regelmäßigen Veranstaltungen Begegnungstätte für Flüchtlinge und Münchner geworden ist. Seit April 2016 verpachtet die Stadt München diesen Gebäudekomplex für die nächsten 40 Jahre an die Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco, die die Sanierung organisiert und finanziert. Entstehen sollen hier bezahlbare Wohnungen für Flüchtlinge und Kulturräume. Mitglieder und Helfer sind herzlich willkommen!

Jetzt geht’s erst richtig los: Mittlerweile steht das Baugerüst und die Sanierungsarbeiten am 1. Gebäude Nummer 6 beginnen. Im Erdgeschoss wird es ein Infocafé geben, das weiterhin offener Treffpunkt sein soll und niederschwellige Angebote und Beratungen für Geflüchtete bietet. Sobald die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, sollen bis zu 16 junge Erwachsene mit und ohne Fluchthintergrund einziehen. Dann folgt die Sanierung der Gebäude Müllerstraße 2 und 4. Hier sollen künftig geflüchtete Familien und Alleinerziehende einziehen.

Zusammen mit dem angrenzenden Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt bilden die drei Bellevues ein wunderbar lebendiges Ensemble im goldenen Zentrum, das bereits jetzt überregionale, ja sogar internationale Ausstrahlungskraft hat. Auch Donald Trump hat schon über das Projekt während seinem Covfefe getwittert – er findet’s scheiße.

Das 1. Haus wird renoviert.

Das 1. Haus wird renoviert.

Faces for places - Bellevue di Monaco, München

Faces for places – Bellevue di Monaco, München

#Covfefe. So SAD! Total losers...

#Covfefe. So SAD! Total losers…

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 7. Stolz sein

Nischenkultur und Kreativwirtschaft formieren sich nicht zu einem undefinierbaren
Wesen, das unkontrolliert über die Stadt herfällt, Häuser demoliert und Anwohner ärgert. Kreative sind eine Bereicherung für jede Stadt und aus einer attraktiven Großstadt nicht wegzudenken. Deshalb müssen Kommunalpolitik und Stadtspitze die Haltung gegenüber unkonventionellen Bewegungen grundlegend ändern, sich öffnen und verstehen, welche positiven Effekte die sechs vorangegangen Schritte für Ingolstadt bedeuten würden. Anstatt die Querdenker zu bekämpfen und neue, undefinierbare Bewegungen im Keim zu ersticken, sollte die Stadt stolz sein auf anders Denkende, die neue Facetten für die Stadt und weitere kleine Schritte in Richtung tolerante, bunte und lebenswerte Großstadt bedeuten. Sie sollte stolz sein auf ihre Künstler, Musiker und Freigeister, die sich in Ingolstadt finden. Sie sollte stolz sein auf Bewegungen, die von unten kommen und die Vielfalt der Stadt bereichern. Sie soll eben nicht nur stolz sein auf Wirtschaftsrankings, Wachstumsprognosen und das Bruttoinlandsprodukt. Um nicht nur als Arbeiterstadt wahrgenommen zu werden, muss in Ingolstadt mehr Augenmerk auf die weichen Faktoren gelegt werden, die für die Bürger wichtig sind und die dringend gebraucht werden, um sich mit der Stadt zu identifizieren, eine Beziehung zu ihr aufzubauen und sie zu lieben.

Schritt 7 von Ingolstadt zu InGOLDcity

Das ist sie – die Quintessenz aus InGOLDcity – Was die Stadt Ingolstadt zum Glänzen bringt. Der Appell geht ganz klar Richtung Kommunalpolitik und Stadtspitze. Aber auch wir – die Bewohner – sind nicht ausgenommen. Wir sind angehalten, die doch immer noch präsente Schanz in unseren Köpfen zu durchbrechen, das Kleinbürgertum hinter uns zu lassen und über den Tellerrand hinauszuschauen, um einen großen Schritt Richtung vielfältger Großstadt zu machen. Wir müssen offen gegenüber zukunftsweisenden Konzepten sein und die eingefahrenen Sichtweisen „Des hamma imma scho so g’macht“ und nicht vorhandene Sichtachsen hinter uns lassen. Und wir sollten uns fragen, in was für einer Stadt wir leben wolllen, was Lebensqualität für uns bedeutet und ob die Innenstadt-Frage obligatorisch mit Parkplatz-Knappheit in Verbindung gebracht werden muss (Horizonterweiterung).

In diesem Sinne: Keep on diggin‘ for gold, diggas!!

InGOLDcity I   InGOLDcity II    InGOLDcity III     InGOLDcity IV     InGOLDcity V    InGOLDcity VI InGOLDcity VII  InGOLDcity VIII

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 2. Netzwerke bilden

von Ingolstadt zu InGOLCcity – 3. Teufelskreis Techniker-Stadt durchbrechen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 4. Förderung

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 5. Mutig sein

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 6. Loslassen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 6. Loslassen

Der schwierigste Punkt für Politik und Planungshoheit wird vermutlich das Loslassen sein. Es muss nicht immer alles gesteuert und von oben herab geplant werden. Es müssen keine Angebote geschaffen, sondern Freiraum gegeben werden, um Nährboden für Nischenkultur entstehen zu lassen. Das setzt voraus, verstanden zu haben, wie Nischenkultur und Kreativwirtschaft funktionieren und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um sie zu
halten und zu etablieren. Im Wesentlichen sind das eben Freiraum, Freiheit, reizvolle und bezahlbare Orte für diese Akteure. Hinzu kommt, Kompetenzen an andere abzugeben. Reflektieren, großräumig denken und weitsichtig agieren sind dabei Schlagworte, die in Ingolstadt noch nicht gelebt werden. Es geht – wie so oft in der Kommunalpolitik allgemein – zu sehr um Machtverhältnisse, Abhängigkeiten, Äußerlichkeiten und das öffentliche Ordentlich-und-Sauber Image. Weiterlesen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 5. Mutig sein

Im Wesentlichen muss Ingolstadt mutiger werden und darf keine Angst vor dem Ungewissen haben. Mut haben, sich zu öffnen, über den Tellerrand hinauszuschauen und Unkonventionelles auszuprobieren. Wie sich gezeigt hat, lässt sich Kreativität nicht planen. Genauso wenig wie die Entwicklung einer kreativen Zwischennutzung. Damit einhergehend kann auch kein wirtschaftlicher Erfolg garantiert werden. Dieser sollte aber auch nicht im Vordergrund des Prozesses stehen. Vorrangig ist eben wie erwähnt die Sache an sich: Die Bespielung offener Räume, die kreative und frische Auseinandersetzung mit der vorhandenen Baustruktur. Die gebaute Militärstadt nicht mehr nur als tote Kulisse zu sehen, sondern sie annehmen, eintauchen, benutzen, neu interpretieren, positiv besetzen und wieder ins Stadtbild integrieren. Weiterlesen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 4. Förderung

Bevor in Ingolstadt gefördert wird, müssen sich die Verwaltung und die Stadtspitze zunächst einmal dazu entscheiden, Nischenkultur aktiv zu akzeptieren und zu wollen. Im nächsten Schritt ist es ratsam, einen Kümmerer zu bestimmen, der zwischen Verwaltung und Szene agiert und zwischen den Bedürfnissen beider vermittelt. Ein Referat für Nischenkultur könnte eine Anlaufstelle für die kreative Szene sein, wenn es um benötigte Räume, Flächen oder Förderung geht. Erfreulicherweise hat die IFG, Wirtschaftsförderung Ingolstadt im September 2016 die Netzwerktreffen für Kultur- und Kreativschaffende ins Leben gerufen und das K10 – betrieben von Petra Kleine – berichtet fleißig über Inhalte der Treffen und die Entwicklung des Netzwerks. Momentan sollen Teilmarktreferent/innen gefunden werden, die die verschiedenen Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft, wie Architektur, Literatur, Kunst, Design, Darstellende Kunst, Film, Musik, Software, Web und Games, Rundfunk, Musik und Presse repräsentieren und deren Bedürfnisse klar und mit Nachdruck formulieren.
Um darüber hinaus Nischenkultur und Kreativwirtschaft zu fördern, können bei Großprojekten, wie zum Beispiel dem Gießereigelände, von Anfang an Räume und Orte verbindlich für nicht kommerzielle Zwecke festgelegt und freigehalten bzw. durch flexible Bebauungspläne ermöglicht werden. Weiterlesen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 3. Teufelskreis Techniker-Stadt durchbrechen

Neue Studiengänge könnten neues Gedankengut in die Techniker-Stadt Ingolstadt bringen. Beispielsweise wird von nahezu allen Befragten der Fokusgruppe eine größere Vielfalt an Cafés sowie mehr Studentenhotspots gewünscht. Da braucht die technisierte Stadt neuen Schwung in Gestalt von anderen Berufsgruppen, die solche Ideen fördern und tragen. Soziale und kulturell geprägte Studieninhalte beispielsweise ziehen eine neue Interessensgruppen an, die wiederum neue Sichtweisen und Lebenseinstellungen mit sich bringen. Das fördert die Durchmischung in der Stadt und erzeugt Synergieeffekte, die sich auf den Arbeitsmarkt übertragen und auch neue Berufszweige in Ingolstadt etablieren können. Weiterlesen

Das Ideal – Kurt Tucholsky

Ja, das möchste:

Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.

Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve –
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) –
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad – alles lenkste
natürlich selber – das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche – erstes Essen –
alte Weine aus schönem Pokal –
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber, wie das so ist hienieden:
manchmal scheints so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
hast du die Frau, dann fehln dir Moneten –
hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Etwas ist immer.
Tröste dich.

Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten.

(1927)

Das Wimmel-Titelbild „Recht auf Stadt“ gibt es hier kostenlos zum runterladen.

Freitagsfreiraum – Pop-up-Store: Die Zeit läuft

the place 2 be hier zu finden - local goods in der harderstraße 10, ingolstadt

the place 2 be hier zu finden – local goods in der harderstraße 10, ingolstadt

Der heutige Freitagsfreiraum kommt aus dem Herzen der Gold-Stadt Ingoldstadt: Zum zweiten Mal – Plopp – öffnet da der LOCAL GOODS Store seine Türen, um regionale Produkte made in Ingoltown zu promoten.

Noiz Two, Rosa Hirn, Paper Diamond Papiermanufaktur, Whitemonkey, Der Hanserer, KLEINWUNDER, fairafric, Kathrin Schafbauer, Boitel, und Maas Magazin heißen sie, die locals, die ihre goods noch bis 13.12.2016 in der Harderstraße 10 zum Besten geben und an den Mann und die Frau bringen wollen. Recht so – keep on diggin‘ for gold!!! Also Ingobingos, verlegt euren Freiraum heute in die Harderstraße, ich werde es tun!