Es s(ch)wingen die Tanzbeine

Es ist ein lauer Samstagabend. In der Ferne braut sich ein grollendes Sommergewitter zusammen. Der gelegentliche kühle Windhauch kündigt das bevorstehende Donnerwetter an. Aber man will sich doch noch nicht in der Wohnung verkriechen. Zu lange haben wir die letzten Wochen auf den Sommer und Sommernächte gewartet. Wo wir uns treffen? Am Pavillon auf dem Schlossplatz auf ein Radler! Dann: Eine Swingband betritt den Musikpavillon in der Stuttgarter Fußgängerzone auf dem Schlossplatz. Der erste Takt erklingt und schon beginnt ein Grüppchen im Groove mitzubouncen und zu tanzen. Es scheint, als würde die Musik und das Sommerlüftchen die Füße kitzeln.

Gut, genug der Sommer-Märchen-Poesie. Kurz gesagt: die Lindy Hop Tanzgruppen Swingstep und Swingkultur Stuttgart haben sich an diesem Abend am Musikpavillon getroffen, um eine flotte Sohle auf das Pflaster zu legen und die Menschen in der Fußgängerzone zu unterhalten und mitzureißen. Das hat fabelhaft funktioniert! Innerhalb kürzester Zeit hat sich eine große Traube um die Lindy Hopper gebildet, die begeistert zuschaut und Szenenapplaus für die Band und die Tänzer gibt. Hinter uns fragt eine Frau: Was soll das für ein Tanz sein? Na Lindy Hop! Nie gehört? Gibt’s nicht… Eine Mischung aus Swing und Jazz und Rock’n’Roll und Jive und Boogie und sonstigen Lustigkeiten.

Nach dem Zapfenstreich sind die Tanzbeine aber noch nicht zu stoppen! Kurzerhand wird in die Köngisbau Passage umgezogen und dort weitergemacht!

Tolle Aktion! Bitte mehr davon! Und mehr von euch Tanzwütigen!

3 Gedanken zu „Es s(ch)wingen die Tanzbeine

  1. Frank Lutz

    Den „Tanzwütigen“ kann man sich gerne jeden Sonntagabend zw. 19 u. 23 Uhr im Café Stella anschließen. Dort findet sich auch bestimmt jemand, zum Beispiel hinter dem DJ-Pult, der gerne einige inhaltliche Fehler des Artikels ausbügelt. Bis bald!

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    1. StadtRaumLeben Beitragsautor

      Hallo Frank,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir wurden bereits darauf hingewiesen, dass die Tänzer von unterschiedlichen Tanzgruppen sind und haben diese Information im Artikel ergänzt.
      Als Autorinnen von StadtRaumLeben nehmen wir wahr was im öffentlichen Raum passiert und dokumentieren diese subjektiven Momentaufnahmen. Da es sich bei diesem Artikel nicht um einen Zeitungsartikel handelt, kann keinesfalls von „inhaltlichen Fehlern“ gesprochen werden. Wir wussten durch Zufall, dass einige Tänzer von der Swingkultur dabei waren und da wir nur mit diesen kommuniziert haben, war uns nicht bewusst, dass es sich um Tänzer von zwei Tanzgruppen handelt.
      Tatsache ist doch, dass die Aktion von den Tänzern ein voller Erfolg war und die Swingszene in Stuttgart weiter publik gemacht hat. Wir fänden es wirklich schade, wenn das Wesentliche im Konkurrenzkampf untergeht. Deshalb hoffen wir, dass jetzt alle Beteiligten zufrieden sind und die Videos genießen.
      Viele Grüße

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