Schlagwort-Archive: Standortfaktoren

IBA Summerschool 2017

Morgens „Breakfast-lectures“, tagsüber Workshops für Studentinnen und Studenten und abends Afterwork-get-together. Alles unter dem großen Thema der Internationalen Bauausstellung in der Stadtregion Stuttgart im Jahr 2027. Das ist die IBA Summerschool 2017. Eine Woche, in der Studentinnen und Studenten von sechs Architekturfakultäten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und doch gemeinsam daran arbeiten, neue Möglichkeitsräume für Stuttgart und die Region auszuloten.

Vor den Workshops für die Studentinnen und Studenten ist die Öffentlichkeit eingeladen an den „Breakfast-lectures“ teilzunehmen und sich abends beim Afterwork-get-together munteren Diskussionen hinzugeben.

Zum Programm:
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von Ingolstadt zu InGOLDcity – 7. Stolz sein

Nischenkultur und Kreativwirtschaft formieren sich nicht zu einem undefinierbaren
Wesen, das unkontrolliert über die Stadt herfällt, Häuser demoliert und Anwohner ärgert. Kreative sind eine Bereicherung für jede Stadt und aus einer attraktiven Großstadt nicht wegzudenken. Deshalb müssen Kommunalpolitik und Stadtspitze die Haltung gegenüber unkonventionellen Bewegungen grundlegend ändern, sich öffnen und verstehen, welche positiven Effekte die sechs vorangegangen Schritte für Ingolstadt bedeuten würden. Anstatt die Querdenker zu bekämpfen und neue, undefinierbare Bewegungen im Keim zu ersticken, sollte die Stadt stolz sein auf anders Denkende, die neue Facetten für die Stadt und weitere kleine Schritte in Richtung tolerante, bunte und lebenswerte Großstadt bedeuten. Sie sollte stolz sein auf ihre Künstler, Musiker und Freigeister, die sich in Ingolstadt finden. Sie sollte stolz sein auf Bewegungen, die von unten kommen und die Vielfalt der Stadt bereichern. Sie soll eben nicht nur stolz sein auf Wirtschaftsrankings, Wachstumsprognosen und das Bruttoinlandsprodukt. Um nicht nur als Arbeiterstadt wahrgenommen zu werden, muss in Ingolstadt mehr Augenmerk auf die weichen Faktoren gelegt werden, die für die Bürger wichtig sind und die dringend gebraucht werden, um sich mit der Stadt zu identifizieren, eine Beziehung zu ihr aufzubauen und sie zu lieben.

Schritt 7 von Ingolstadt zu InGOLDcity

Das ist sie – die Quintessenz aus InGOLDcity – Was die Stadt Ingolstadt zum Glänzen bringt. Der Appell geht ganz klar Richtung Kommunalpolitik und Stadtspitze. Aber auch wir – die Bewohner – sind nicht ausgenommen. Wir sind angehalten, die doch immer noch präsente Schanz in unseren Köpfen zu durchbrechen, das Kleinbürgertum hinter uns zu lassen und über den Tellerrand hinauszuschauen, um einen großen Schritt Richtung vielfältger Großstadt zu machen. Wir müssen offen gegenüber zukunftsweisenden Konzepten sein und die eingefahrenen Sichtweisen „Des hamma imma scho so g’macht“ und nicht vorhandene Sichtachsen hinter uns lassen. Und wir sollten uns fragen, in was für einer Stadt wir leben wolllen, was Lebensqualität für uns bedeutet und ob die Innenstadt-Frage obligatorisch mit Parkplatz-Knappheit in Verbindung gebracht werden muss (Horizonterweiterung).

In diesem Sinne: Keep on diggin‘ for gold, diggas!!

InGOLDcity I   InGOLDcity II    InGOLDcity III     InGOLDcity IV     InGOLDcity V    InGOLDcity VI InGOLDcity VII  InGOLDcity VIII

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 2. Netzwerke bilden

von Ingolstadt zu InGOLCcity – 3. Teufelskreis Techniker-Stadt durchbrechen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 4. Förderung

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 5. Mutig sein

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 6. Loslassen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 6. Loslassen

Der schwierigste Punkt für Politik und Planungshoheit wird vermutlich das Loslassen sein. Es muss nicht immer alles gesteuert und von oben herab geplant werden. Es müssen keine Angebote geschaffen, sondern Freiraum gegeben werden, um Nährboden für Nischenkultur entstehen zu lassen. Das setzt voraus, verstanden zu haben, wie Nischenkultur und Kreativwirtschaft funktionieren und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um sie zu
halten und zu etablieren. Im Wesentlichen sind das eben Freiraum, Freiheit, reizvolle und bezahlbare Orte für diese Akteure. Hinzu kommt, Kompetenzen an andere abzugeben. Reflektieren, großräumig denken und weitsichtig agieren sind dabei Schlagworte, die in Ingolstadt noch nicht gelebt werden. Es geht – wie so oft in der Kommunalpolitik allgemein – zu sehr um Machtverhältnisse, Abhängigkeiten, Äußerlichkeiten und das öffentliche Ordentlich-und-Sauber Image. Weiterlesen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 4. Förderung

Bevor in Ingolstadt gefördert wird, müssen sich die Verwaltung und die Stadtspitze zunächst einmal dazu entscheiden, Nischenkultur aktiv zu akzeptieren und zu wollen. Im nächsten Schritt ist es ratsam, einen Kümmerer zu bestimmen, der zwischen Verwaltung und Szene agiert und zwischen den Bedürfnissen beider vermittelt. Ein Referat für Nischenkultur könnte eine Anlaufstelle für die kreative Szene sein, wenn es um benötigte Räume, Flächen oder Förderung geht. Erfreulicherweise hat die IFG, Wirtschaftsförderung Ingolstadt im September 2016 die Netzwerktreffen für Kultur- und Kreativschaffende ins Leben gerufen und das K10 – betrieben von Petra Kleine – berichtet fleißig über Inhalte der Treffen und die Entwicklung des Netzwerks. Momentan sollen Teilmarktreferent/innen gefunden werden, die die verschiedenen Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft, wie Architektur, Literatur, Kunst, Design, Darstellende Kunst, Film, Musik, Software, Web und Games, Rundfunk, Musik und Presse repräsentieren und deren Bedürfnisse klar und mit Nachdruck formulieren.
Um darüber hinaus Nischenkultur und Kreativwirtschaft zu fördern, können bei Großprojekten, wie zum Beispiel dem Gießereigelände, von Anfang an Räume und Orte verbindlich für nicht kommerzielle Zwecke festgelegt und freigehalten bzw. durch flexible Bebauungspläne ermöglicht werden. Weiterlesen

Freitagsfreiraum – Pop-up-Store: Die Zeit läuft

the place 2 be hier zu finden - local goods in der harderstraße 10, ingolstadt

the place 2 be hier zu finden – local goods in der harderstraße 10, ingolstadt

Der heutige Freitagsfreiraum kommt aus dem Herzen der Gold-Stadt Ingoldstadt: Zum zweiten Mal – Plopp – öffnet da der LOCAL GOODS Store seine Türen, um regionale Produkte made in Ingoltown zu promoten.

Noiz Two, Rosa Hirn, Paper Diamond Papiermanufaktur, Whitemonkey, Der Hanserer, KLEINWUNDER, fairafric, Kathrin Schafbauer, Boitel, und Maas Magazin heißen sie, die locals, die ihre goods noch bis 13.12.2016 in der Harderstraße 10 zum Besten geben und an den Mann und die Frau bringen wollen. Recht so – keep on diggin‘ for gold!!! Also Ingobingos, verlegt euren Freiraum heute in die Harderstraße, ich werde es tun!

 

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 2. Netzwerke bilden

Netzwerke bilden

Die Politik muss aktiv werden und eine Vernetzung von Stadtverwaltung mit allen relevanten Akteuren vorantreiben: Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Kulturförderung, Verbände, Vereine, Kammern, die Technische Hochschule und die Universität sowie die Bildungs- und Sozialpolitik. Netzwerke wie das K10, eine Internet-Plattform für Kultur- und Kreativwirtschaft in Ingolstadt, sind dabei wichtig. All diese einzelnen Parteien und Institutionen müssen zusammengeführt werden und im stetigen Austausch miteinander stehen. Ausschüsse könnten gebildet werden, die einen Querschnitt der relevanten Ebenen bilden und sich regelmäßig treffen. Außerdem sollten bürokratische Prozesse auf ein Minimum reduziert werden, um
Hemmungen vor scheinbar unendlichen Behördengängen zu nehmen.

Innerhalb der Stadtverwaltung könnte ein neues Referat etabliert werden, das über einen eigenen Förderrahmen verfügt und Nischenkultur gezielt fördert und als Gelenk zwischen Verwaltung und Kreativen vermittelt – analog zu München und Regensburg. In München gibt es das Kompetenzteam für Kultur- und Kreativwirtschaft, das im Kreativquartier an der Dachauer Straße ansässig ist. Anlaufstelle für Künstler, Kulturschaffende und Kreative ist. Das Degginger in Regensburg ist ein geförderter Raum, das im wahrsten Sinne des Wortes Raum für Kreativität, Kultur, Club- und Barszene bietet.
Ebenfalls müsste die Presse diesen Prozess aktiv unterstützen und zeigen, wie andere Städte mit informeller Kultur- und Kreativwirtschaft umgehen und welche Bereicherung sie für eine Großstadt darstellt. Die Medien müssen das Bewusstsein der Bürger für Nischenkultur sensibilisieren und genau solche Hotspots explizit voranstellen, um seine Bedeutung publik zu machen.

InGOLDcity I   InGOLDcity II    InGOLDcity III     InGOLDcity IV     InGOLDcity V    InGOLDcity VI InGOLDcity VII  InGOLDcity VIII

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

Finally, die letzten Schritte, die Ingolstadt zu InGOLDcity machen.
In den vorangegangenen Handlungsempfehlungen wurden bereits Strategien aufgezeigt, wie Ingolstadt zu einer lebenswerteren Stadt werden kann. Darüber hinaus wurden Anregungen und Lösungsansätze zur Akzeptanz und Förderung von Nischenkultur sowie einer fruchtbareren Zusammenarbeit zwischen den Akteuren innerhalb Ingolstadts abgeleitet. Diese Handlungsempfehlungen, Anregungen und Lösungsansätze werden nachfolgend plakativ in sieben Schritten verdichtet und zeigen, wie Ingolstadt zu InGOLDcity werden könnte.

Vision für Ingolstadt - Wer soll hier leben? Wie wollen wir leben?

to be continued... Schritt 2 kommt bald.

Lesen, teilen, diskutieren und kommentieren erwünscht!!!

InGOLDcity I – Was macht eine Stadt attraktiv?

InGOLDcity II

InGOLDcity III – Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu

InGOLDcity IV – Lieblingsort oder Hassort

InGOLDcity V – Nischenkultur bedeutet…

InGOLDcity VI – diggin‘ for gold

InGOLDcity VII – für mutige Goldschmiede

1,2,3 from New York to Germany – Brownbag Session im Stadtplanungsamt München mit Ralph Blessing, Deputy Director of City Planning in NYC

From New York to Germany

Ralph Blessing, Deputy Director of City Planning in NYC, zu Gast im PlanTreff des Referats für Stadtplanung und Bauordnung München

Eine Mittagspause mal anders. Der Deputy Director of City Planning aus New York City Ralph Blessing hat uns im Planungsreferat in München besucht und von seiner Planer-Realität straight outta US east coast erzählt. Die Brownbag Session ist ein lockeres, informelles Meeting während der Mittagszeit. In Amerika ist es üblich, seine Brotzeit in einer braunen Tüte mit zur Arbeit zu nehmen. Bei einer Brownbag Session ist jeder dazu eingeladen, seine Brotzeit mitzubringen und während des Vortrags zu essen. Das ist im Planungsreferat nicht so ganz angekommen. Wahrscheinlich haben sich die meisten nicht so recht getraut, denn wie haben wir in der Schule gelernt, wenn jemand was vorträgt, isst man nicht, sondern hört aufmerksam zu. Nur vereinzelt haben sich ein/zwei Zuhöhrer getraut, ihre Semmel auszupacken.

New York City, Glamour, Skyline, Hipster, Mode, Schöne Menschen, Bronx, Central Park, Film, Ratten in der U-Bahn… Tausend Assoziationen kommen einem in den Sinn. Da ist es schon sehr cool, einen Berufs-Spezl zu Gast zu haben, der mal ein bisschen was von der auch eher unglamourösen Verwaltungsarbeit erzählt. New York hat ca. 8 Millionen Einwohner, das sind so viele wie München, Frankfurt, Berlin und Hamburg zusammen. Weiterlesen

Alles muss raus! – Bauschule Wagenhalle

Die Sanierung der Wagenhallen im Stuttgarter Nordbahnhofviertel soll am 1. Januar 2017 beginnen und ca. ein Jahr dauern. Wohin aber mit den Künstlern und Kulturschaffenden des Kunstvereins Wagenhalle während der Sanierungsarbeiten?

Der Kunstverein mit über 80 Künstlerinnen und Künstlern plant, in dieser Zeit weiterhin vor Ort zu arbeiten und in eine temporäre Stadt aus Containern und weiteren mobilen Räumen auf den Vorplatz der Halle auszuweichen. Weiterlesen

FreitagsFreiraum – Sommerzeit ist Badezeit

Es gibt nicht viel zu sagen, außer: Hoch die Hände, Wochenende!
Raus zum Baden, Beachen und Sommern!

Wie sagte schon der gute alte Wilhelm Busch:

Im Sommer

In Sommerbäder
Reist jetzt ein jeder
Und lebt famos.
Der arme Dokter,
Zu Hause hockt er
Patientenlos. […]

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