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von Ingolstadt zu InGOLDcity – 7. Stolz sein

Nischenkultur und Kreativwirtschaft formieren sich nicht zu einem undefinierbaren
Wesen, das unkontrolliert über die Stadt herfällt, Häuser demoliert und Anwohner ärgert. Kreative sind eine Bereicherung für jede Stadt und aus einer attraktiven Großstadt nicht wegzudenken. Deshalb müssen Kommunalpolitik und Stadtspitze die Haltung gegenüber unkonventionellen Bewegungen grundlegend ändern, sich öffnen und verstehen, welche positiven Effekte die sechs vorangegangen Schritte für Ingolstadt bedeuten würden. Anstatt die Querdenker zu bekämpfen und neue, undefinierbare Bewegungen im Keim zu ersticken, sollte die Stadt stolz sein auf anders Denkende, die neue Facetten für die Stadt und weitere kleine Schritte in Richtung tolerante, bunte und lebenswerte Großstadt bedeuten. Sie sollte stolz sein auf ihre Künstler, Musiker und Freigeister, die sich in Ingolstadt finden. Sie sollte stolz sein auf Bewegungen, die von unten kommen und die Vielfalt der Stadt bereichern. Sie soll eben nicht nur stolz sein auf Wirtschaftsrankings, Wachstumsprognosen und das Bruttoinlandsprodukt. Um nicht nur als Arbeiterstadt wahrgenommen zu werden, muss in Ingolstadt mehr Augenmerk auf die weichen Faktoren gelegt werden, die für die Bürger wichtig sind und die dringend gebraucht werden, um sich mit der Stadt zu identifizieren, eine Beziehung zu ihr aufzubauen und sie zu lieben.

Schritt 7 von Ingolstadt zu InGOLDcity

Das ist sie – die Quintessenz aus InGOLDcity – Was die Stadt Ingolstadt zum Glänzen bringt. Der Appell geht ganz klar Richtung Kommunalpolitik und Stadtspitze. Aber auch wir – die Bewohner – sind nicht ausgenommen. Wir sind angehalten, die doch immer noch präsente Schanz in unseren Köpfen zu durchbrechen, das Kleinbürgertum hinter uns zu lassen und über den Tellerrand hinauszuschauen, um einen großen Schritt Richtung vielfältger Großstadt zu machen. Wir müssen offen gegenüber zukunftsweisenden Konzepten sein und die eingefahrenen Sichtweisen „Des hamma imma scho so g’macht“ und nicht vorhandene Sichtachsen hinter uns lassen. Und wir sollten uns fragen, in was für einer Stadt wir leben wolllen, was Lebensqualität für uns bedeutet und ob die Innenstadt-Frage obligatorisch mit Parkplatz-Knappheit in Verbindung gebracht werden muss (Horizonterweiterung).

In diesem Sinne: Keep on diggin‘ for gold, diggas!!

InGOLDcity I   InGOLDcity II    InGOLDcity III     InGOLDcity IV     InGOLDcity V    InGOLDcity VI InGOLDcity VII  InGOLDcity VIII

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 2. Netzwerke bilden

von Ingolstadt zu InGOLCcity – 3. Teufelskreis Techniker-Stadt durchbrechen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 4. Förderung

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 5. Mutig sein

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 6. Loslassen

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 2. Netzwerke bilden

Netzwerke bilden

Die Politik muss aktiv werden und eine Vernetzung von Stadtverwaltung mit allen relevanten Akteuren vorantreiben: Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Kulturförderung, Verbände, Vereine, Kammern, die Technische Hochschule und die Universität sowie die Bildungs- und Sozialpolitik. Netzwerke wie das K10, eine Internet-Plattform für Kultur- und Kreativwirtschaft in Ingolstadt, sind dabei wichtig. All diese einzelnen Parteien und Institutionen müssen zusammengeführt werden und im stetigen Austausch miteinander stehen. Ausschüsse könnten gebildet werden, die einen Querschnitt der relevanten Ebenen bilden und sich regelmäßig treffen. Außerdem sollten bürokratische Prozesse auf ein Minimum reduziert werden, um
Hemmungen vor scheinbar unendlichen Behördengängen zu nehmen.

Innerhalb der Stadtverwaltung könnte ein neues Referat etabliert werden, das über einen eigenen Förderrahmen verfügt und Nischenkultur gezielt fördert und als Gelenk zwischen Verwaltung und Kreativen vermittelt – analog zu München und Regensburg. In München gibt es das Kompetenzteam für Kultur- und Kreativwirtschaft, das im Kreativquartier an der Dachauer Straße ansässig ist. Anlaufstelle für Künstler, Kulturschaffende und Kreative ist. Das Degginger in Regensburg ist ein geförderter Raum, das im wahrsten Sinne des Wortes Raum für Kreativität, Kultur, Club- und Barszene bietet.
Ebenfalls müsste die Presse diesen Prozess aktiv unterstützen und zeigen, wie andere Städte mit informeller Kultur- und Kreativwirtschaft umgehen und welche Bereicherung sie für eine Großstadt darstellt. Die Medien müssen das Bewusstsein der Bürger für Nischenkultur sensibilisieren und genau solche Hotspots explizit voranstellen, um seine Bedeutung publik zu machen.

InGOLDcity I   InGOLDcity II    InGOLDcity III     InGOLDcity IV     InGOLDcity V    InGOLDcity VI InGOLDcity VII  InGOLDcity VIII

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

von Ingolstadt zu InGOLDcity – 1. Eigenes Profil entwickeln

Finally, die letzten Schritte, die Ingolstadt zu InGOLDcity machen.
In den vorangegangenen Handlungsempfehlungen wurden bereits Strategien aufgezeigt, wie Ingolstadt zu einer lebenswerteren Stadt werden kann. Darüber hinaus wurden Anregungen und Lösungsansätze zur Akzeptanz und Förderung von Nischenkultur sowie einer fruchtbareren Zusammenarbeit zwischen den Akteuren innerhalb Ingolstadts abgeleitet. Diese Handlungsempfehlungen, Anregungen und Lösungsansätze werden nachfolgend plakativ in sieben Schritten verdichtet und zeigen, wie Ingolstadt zu InGOLDcity werden könnte.

Vision für Ingolstadt - Wer soll hier leben? Wie wollen wir leben?

to be continued... Schritt 2 kommt bald.

Lesen, teilen, diskutieren und kommentieren erwünscht!!!

InGOLDcity I – Was macht eine Stadt attraktiv?

InGOLDcity II

InGOLDcity III – Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu

InGOLDcity IV – Lieblingsort oder Hassort

InGOLDcity V – Nischenkultur bedeutet…

InGOLDcity VI – diggin‘ for gold

InGOLDcity VII – für mutige Goldschmiede

Freitagsfreiraum – Herbstspaziergang

Beim Herbstspaziergang zufällig wieder am Gemeinschaftsgarten der Transition Town Ingolstadt vorbeigekommen. Wir haben hier schon mal berichtet.
Einfach saugut, wenn Leute gemeinsam was Nachhaltiges auf die Beine stellen und nebenbei eine Baulücke neu bespielen und beleben. Auf, auf und raus in den goldenen Herbst!

Gemeinschaftsgarten der Transition Town Ingosltadt

Gemeinschaftsgarten der Transition Town Ingosltadt

urban playground Barcelona #FreitagsFreiraum

Explore Barcelona auf dem Board.

Es ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr, dass Barcelona das Mekka schlechthin ist, wenn es um’s Skaten und Street-Kultur geht.

Barcelona, Raval am Museu d'Art Contemporani de Barcelona

Durch die rasante Entwicklung, die Barcelona in den letzten 25 Jahren mitgemacht hat, hat sich ein regelrechter Boom entwickelt. Weiterlesen

FreitagsFreiraum. Übers Wasser gehen. Floating Piers.

Ein Wunder erleben? Ist nicht anno dazumal Christus über das Wasser gewandelt? Und jetzt die ganze Welt plus wir? Christo und Jeanne-Claude lassen die Vision gangbar werden und unsere Gastautorin Monika nimmt uns mit auf Erlebnisreise Floating Piers.

Mit Bildern der Floating Piers aus dahliengelbem Stoff im Hinterkopf machen wir uns am Freitag auf den Weg über die Alpen. Nicht zu übersehen ist in den Medien das große Interesse, die Menge der Menschen. Wie anstellen? Ganz früh am folgenden Morgen aufbrechen kann vielversprechend sein. Weiterlesen

Alles muss raus! – Bauschule Wagenhalle

Die Sanierung der Wagenhallen im Stuttgarter Nordbahnhofviertel soll am 1. Januar 2017 beginnen und ca. ein Jahr dauern. Wohin aber mit den Künstlern und Kulturschaffenden des Kunstvereins Wagenhalle während der Sanierungsarbeiten?

Der Kunstverein mit über 80 Künstlerinnen und Künstlern plant, in dieser Zeit weiterhin vor Ort zu arbeiten und in eine temporäre Stadt aus Containern und weiteren mobilen Räumen auf den Vorplatz der Halle auszuweichen. Weiterlesen

FreitagsFreiraum zwischen Wolkenkratzern – Barcode Oslo

Weil es uns in Oslo so gut gefallen hat, bleiben wir für den heutigen FreitagsFreiraum direkt dort und überqueren von der Oper aus einfach nur die Straße um den Barcode Oslos zu betrachten.

Der Barcode ist eine Reihe sehr schmaler Hochhäuser mit unterschiedlichen Gebäudehöhen und mit ebenso schmalen öffentlichen Räumen dazwischen. Weiterlesen

Salz und Suppe – Kochrunde 2

Am vergangenen Mittwoch stand nun also bereits die zweite Kochrunde des Beteiligungsprojektes Salz und Suppe auf dem Speiseplan. Zeit für uns Heslacher, Degerloch besser kennen zu lernen. Irgendwo da oben im Nebel, rechts vom Stuttgarter Fernsehturm gelegen.

Wir treffen uns an der U-Bahn Haltestelle und lassen uns von dort aus von Markus durch den Stadtteil führen. Weiterlesen

Salz und Suppe – Kochrunde 1

Da wir Teilnehmer uns bisher nur kurz bei der Auftaktveranstaltung kennengelernt haben, findet die erste Kochrunde jeweils in einem der Bürgertreffs in den Stadtteilen statt. In unserem Fall treffen wir uns zur ersten Kochrunde im Generationenhaus Heslach am Erwin Schöttle Platz. Weiterlesen